Dorfgemeinschaft Altdörnfeld

Die Gemeinden Alt- und Neudörnfeld liegen etwa 2,5 km südöstlich von Blankenhain. Die Ortschaften zählen zu den ältesten Orten der Einheitsgemeinde Blankenhain, sie wurden im Jahr 860 erstmalig erwähnt (876 christl. Ersterwähnung). Beide Ortsteile sind etwa einen Kilometer voneinander entfernt.

Dörnfeld war eine keltische Siedlung, die auch den alten Namen „Thurnifeld“ führte, was etwa Dürren = kleines Haus, auch Berg, Wald, also „Kleinhausfelden“ bzw. „Feld im Dornenbüschen“ bedeutet.

Dem Mittelalterlichen grundherrlichen Besitz Fuldas folgte im 12. Jahrhundert der Besitz des Grafen Wichmann und des von ihm gegründeten Klosters Kaltenborn bei Sangerhausen. Ab dem 13. Jahrhundert ist auch die Herschaft der Grafen von Weimar-Orlamünde nachweisbar. Nachdem sich der Besitz der Herren von Blankenhain durchgesetzt hatte, gehörten beide Orte zu Blankenhain.

Seit 1850 bilden beide Orte eine Gemeinde zunächst mit dem Namen Altdörnfeld, seit 1952 mit der heutigen Bezeichnung Alt- und Neudörnfeld.

Die Orte lebten hauptsächlich von Landwirtschaft mit großbäuerlichen Gehöften ohne Großgrundbesitz, dazu kam Bienenzucht. Kurzzeitig gab es auch Handwerksbetriebe, die sich jedoch im 20. Jahrhundert nicht mehr hielten.

1907 baute man in Altdörnfeld eine neue Gaststätte, 1984 bis 1985 wurde diese umgebaut und an die Wirtsleute Kühnemund verkauft. 1923/24 erfolgte im Ort der Bau von Wasserleitungen und einer Stromversorgung in Eigeninitiative.

Im Jahr 1991 begann die Erneuerung der Straße und des Wasser- und Abwassernetzes, allerdings sind die Orte bis jetzt noch nicht an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen.

Am 1. Oktober 1993 gliederte man die Gemeinden in die Stadt Blankenhain ein, davor waren die Orte eigenständig und schuldenfrei.

Die Einwohnerzahlen liegen konstant zwischen 90 und 110 Bewohnern.

Weitere historische Fakten erfahren Sie bei der Ortschronistin Barbara Koch, deren Kontaktdaten im Impressum zu finden sind.